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Frauen in der Zahnarztpraxis

Zahnempfindlichkeit: Fakten und neue Forschung

Dentinüberempfindlichkeit wird definiert als "Schmerzen, die von exponiertem Dentin als Reaktion auf chemische, thermische, taktile oder osmotische Reize ausgehen und nicht als Folge eines anderen dentalen Defekts oder einer Erkrankung erklärt werden können" [1].

Als Dentinüberempfindlichkeit diagnostiziert ist die Zahnempfindlichkeit eine der häuftigsten Beschwerden die Patienten in der Zahnarztpraxis äußern. Sie klagen oft über Schmerzen beim Essen oder Trinken von warmen oder kalten Lebensmitteln oder berichten über Überempfindlichkeit beim Atmen durch den Mund. Es betrifft Personen aller Altersgruppen und Gesundheitszustände - auch solche mit ansonsten perfekten Zähnen.

Jüngsten Untersuchungen zufolge liegt die Prävalenz der Dentinüberempfindlichkeit bei Erwachsenen bei bis zu 11,5 % [2] und kann sogar noch höher sein, wenn man die nicht diagnostizierten Fälle berücksichtigt. Da Schmerz subjektiv ist und jeder Mensch einzigartig, gibt es Behandlungstechniken und Produkte [3], die speziell auf Personen mit empfindlichen Zähnen ausgerichtet sind. Im Folgenden werden wir den aktuellen Stand der Fakten, Statistiken und neuen Forschung zur Zahnempfindlichkeit untersuchen.

Zahnempfindlichkeit- Symptome

Es kann eine Herausforderung sein, Zahnempfindlichkeit zu diagnostizieren. Manchmal klagen die Patienten über Empfindlichkeiten oder es treten Anzeichen während der professionellen Zahnreinigung auf. Wenn das klinische Bild unklar ist sollten Fragen gestellt werden um die Diagnose zu sichern. Häufige Symptome sind im Allgemeinen:

  • Spontane Zahnschmerzen
  • Empfindlichkeit lokalisiert auf einen Zahn oder mehrere benachbarte Zähne
  • Stechende Schmerzen bei Hitze und Kälte
  • Schmerzen beim Beißen oder Kauen
  • Abneigung gegen alkoholhaltige Spülungen
  • Schmerzen beim Atmen durch den Mund
Empfindlicher Zahn

Diagnose Dentinüberempfindlichkeit

Bei jedem dieser Symptome muss der Grad der Empfindlichkeit untersucht werden, wobei eine klassische Schmerzskala wie eine VAS (visuelle Analogskala) verwendet werden sollte. Eine Dentalhygienikerin/Zahnarzt kann während der Behandlung oder während der professionellen Zahnreinigung eine erste Testung auf empfindliche Zähne durchführen. In jedem Fall muss freiliegendes Dentin in der Patientenkartei vermerkt und in ein laufendes Hygiene- und Pflegeschema aufgenommen werden.

Der Zahnarzt muss auch eine Differentialdiagnose stellen, um die durch Dentinüberempfindlichkeit verursachten Schmerzen von anderen Schmerzarten zu unterscheiden, die z.B. durch Pulpitis, Frakturen, unzureichende Restaurationen oder Bleichen verursacht werden. Klinische und radiologische Untersuchungen mit diagnostischen Tests (wie Palpation, Vitalitätstest, Transillumination, okklusale Kontrolle, Kontrolle von Restaurationen usw.) können hilfreich sein, um andere Ursachen auszuschließen. Die Differentialdiagnose und Bestimmung der Ätiologie ist für die Wahl der Behandlung und ihren Erfolg von grundlegender Bedeutung.

Eine 2017 veröffentlichte Studie zum effektiven Management empfindlicher Zähne [4] untersucht wirksame Methoden zur Diagnose und Qualifizierung der Empfindlichkeit. Die Ergebnisse der Studie kommen zu dem Schluss, dass ein Ansatz bei der Diagnose am besten darin besteht, Empfindlichkeit und Überempfindlichkeit zu unterscheiden. Neunundneunzig Prozent der Zahnärzte verwendeten eine Kombination der folgenden Methoden:

  • Klinische Untersuchung (48%)
  • Anwendung eines Luftstoßes (26%)
  • Anwendung von kaltem Wasser (12%)
  • Information des Patienten nach Rückfrage des Zahnarztes (6%)

Ursachen der Zahnempfindlichkeit und Dentin-Überempfindlichkeit

Nach der Qualifizierung der Zahnempfindlichkeit untersuchte dieselbe Studie [5] Faktoren der Veranlagung, von denen die ersten drei waren:

  • Gingivale Rezession - 66%
  • Abrieb, Erosion, Abfraktion - 59%
  • Bruxismus - 32%

Die Symptome treten typischerweise als Folge der Abnutzung oder des Verlusts des Zahnschmelzes auf, wodurch die Dentinkanälchen freigelegt werden. Es ist die Bewegung von Flüssigkeit innerhalb der Tubuli, die durch Hitze, Kälte oder andere Reize provoziert wird, die osmotische Reize erzeugt, die an die Nervenenden übertragen werden und den Schmerz auslösen. Diese hydrodynamische Theorie [6] ist die am weitesten verbreitete.

  • Eine Gingivarezession oder eine generalisierte Parodontitis kann, selbst wenn sie behandelt wird, zu einer Freilegung der Wurzel führen: Der Zement, der weicher ist als der Zahnschmelz, wird schnell abgetragen, wodurch das darunter liegende Dentin freigelegt wird.
  • Gründe für beschädigten oder abgebauten Schmelz durch Abrieb, Abrasion, Erosion und Abfraktion, die die Dentintubuli freilegen, können unter anderem eine ungeeignete Putztechnik (horizontales Putzen, übermäßiger Druck) oder Zahnpflegeprodukte (mittlere oder harte Borsten der Zahnbürste oder abrasive Zahnpasten) sein. Nicht-kariöse zervikale Läsionen (Non Carious Cervical Lesions, NCCL) können dann im zervikalen bukkalen Bereich auftreten: Diese NCCL können flach oder sehr tief sein (wie ein Keil zum Dentin hin) sind aber in der Regel glänzend solange es den Schmelz betrifft. Im Dentin können diese auch bräunlich sein. Abgesehen von der ästhetischen Beeinträchtigung, können diese Stellen sehr empfindlich sein.
Entzündetes Zahnfleisch kann zu Einer Zahnfleischerkrankung werden

Auch säurehaltige Speisen oder Getränke können Zahnschmelzabrieb verursachen. Besprechen Sie die Putz- und Ernährungsgewohnheiten mit Ihren Patienten, um mögliche Ursachen aufzudecken. Manchmal kann eine einfache Maßnahme hilfreich sein, wie z. B. die Empfehlung an den Patienten, mit Wasser zu spülen, nachdem er etwas Saures zu sich genommen hat. So zeigt eine Studie aus dem Jahr 2012 [7], dass die Überwachung von säurehaltigen Lebensmitteln und die Aufrechterhaltung einer soliden Mundpflege-Routine bei ernährungsbedingtem Zahnschmelzverschleiß wirksam sein können.

Manchmal kann der Säureangriff mit einer anderen, allgemeineren Erkrankung wie Bulimie oder anderen Essstörungen zusammenhängen, da absichtliches Erbrechen die Zähne in Kontakt mit saurer Magenflüssigkeit bringen kann. Diese erosiven Läsionen, die das Dentin freilegen, befinden sich jedoch meist auf der palatinalen Seite der Zähne. Es ist daher wichtig, die medizinischen Bedingungen sowie die Verhaltens-, Ernährungs- und Putzgewohnheiten des Patienten zu untersuchen.

  • Bruxismus provoziert eine Abnutzung des Zahnschmelzes durch übermäßiges und oft unbeabsichtigtes Knirschen oder Pressen der Zähne. In schweren Bruxismus-Fällen kann eine Überkronung der abgeflachten Zähne zum Schutz der Pulpa notwendig sein. Aufgrund der starken okklusalen Belastung und Kräfte kann es zu Abfraktionsläsionen kommen [8], bei denen zervikaler Schmelz und Dentin unter der Zahnflexion "wegbrechen", und damit selbst eine Dentinüberempfindlichkeit provozieren.

Da die Zahnempfindlichkeit ein so allgegenwärtiges und weit verbreitetes Problem für die Patienten ist, wird die Erforschung eines effektiven Managements fortgesetzt. In den letzten fünf Jahren haben mehrere klinische Studien und neue Untersuchungen dazu beigetragen unser Verständnis von Zahnempfindlichkeit zu erweitern. Ebenso auch wie diese effektiv zu lindern und zu behandeln sind.

Therapie bei Zahnempfindlichkeit

Die häufigsten Behandlungen für allgemeine Zahnempfindlichkeit und Dentinüberempfindlichkeit sind Hausmittel. Typischerweise werden dabei eine oder mehrere der folgenden Maßnahmen in die tägliche Mundpflege integriert:

  • Neubewertung der richtigen Zahnputztechnik und der Zahnpflegeprodukte: die Rotationstechnik zum Beispiel oder die Stillman - Technik und eine Zahnbürste mit weichen Borsten
  • Desensibilisierende Wirkstoffe in Zahnpasten und in alkoholfreien Spülungen (mit  Fluorid oder anderen Molekülen wie Kalium oder Strontium, durch Desensibilisierung oder Okklusion der Dentintubuli)
  • Verordnung von apothekenpflichtigen Zahnpasten mit sehr hohem Fluoridanteil 

Durch richtiges Putzen und die Verwendung von speziellen Produkten können die meisten Patienten mit Zahnempfindlichkeit eine Verringerung der Empfindlichkeit, oder sogar eine vollständige Beseitigung feststellen.

Bei Patienten mit schwereren Dentinüberempfindlichkeiten können zusätzliche Chairside-Verfahren erforderlich sein. Dazu gehören fluoridhaltige Schutzschienen, Bonding und Versiegelung empfindlicher Bereiche (Adhäsive, Fluoridlacke). Es gibt auch neue Studien, die sich mit der Verwendung von Remineralisierungsmitteln als Teil der laufenden Behandlungspläne für empfindliche Zähne befassen. Eine solche Studie aus dem Jahr 2020 [9], zeigt in der Tat, dass Caseinphosphopeptid-amorphes Calcium (CPP-ACP) die Remineralisierung fördert. Sie zeigt übrigens auch, dass CPP-ACP antimikrobielle Eigenschaften hat und den bakteriellen Biofilm um bis zu 39 Prozent reduziert, indem es pathogene Bakterien (S. mutans) hemmt und gute Bakterien (S. gordonii) fördert.

Bei tieferen Läsionen und nicht-subsidialer dentaler Hypersensibilität kann eine Füllung mit einem Glasionomer oder Kompositkunststoff oder sogar eine muko-gingivale Operation (wie der koronal vorgeschobene Lappen und/oder ein Bindegewebstransplantat bei Gingivarezessionen) erforderlich sein.

Heute wissen wir mehr denn je, warum Zahnempfindlichkeit auftritt, welche Auswirkungen sie auf die Mundgesundheit hat und wie sie zu behandeln ist - auch wenn immer wieder neue Informationen auftauchen.

3 Schritte für eine gute Mundpflege: Bürste, Interdentalreinigung, Mundwasser

Tipps für die Patientenaufklärung

Auch hier liegt der Schlüssel zur Überwindung der Zahnempfindlichkeit und der zugrunde liegenden Auslöser in der Aufklärung der Patienten. Die Patienten müssen verstehen, wann Zahnempfindlichkeit normal ist und wann sie ein Problem darstellt. Es ist die Aufgabe des zahnärztlichen Teams, den Patienten individuell über seine Empfindlichkeit aufzuklären.

Ist die Empfindlichkeit auf einen oder zwei Zähne beschränkt, oder ist sie ein allgemeines Problem? Was ist der spezifische Auslöser für die Empfindlichkeit? Gingivitis? Parodontitis? Bruxismus? Abgebrochener Zahn? Das sollte klar sein um dem Patienten entsprechende Lösungen zu empfehlen.

Stützen Sie sich auf aktuelle Forschungsergebnisse, wenn Sie eine Empfehlung aussprechen. Stellen Sie klare, umsetzbare, informative Ressourcen zur Patienteninformation zur Verfügung. Dabei sollte es sich um verbrauchernahe Ressourcen wie die folgenden handeln:

 

Für Patienten, die Produkte suchen, die Linderung bieten, empfehlen Sie z. B unsere GUM® SensiVital®+ Zahnpasta oder GUM® SensiVital®+ Mundspülung. Daten aus einer Umfrage unter Anwendern zeigen, dass 86 % der Anwender der Mundspülung von einer langfristigen Linderung der Zahnempfindlichkeit berichten, und 70 % der Anwender der Zahnpasta von einer sofortigen Linderung der Zahnempfindlichkeit.

Da Zahnempfindlichkeit weiterhin ein Hauptanliegen von Patienten ist, ist es von größter Bedeutung, sich über neue Forschungsergebnisse und Informationen auf dem Laufenden zu halten. Schauen Sie weiterhin bei uns vorbei, um mehr Informationen und aktuelle Ressourcen über empfindliche Zähne, Dentinüberempfindlichkeit und die Produkte und Praktiken zu erhalten, die zu ihrer Behandlung verwendet werden.

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