Du bist gerade auf:

G.U.M Deutschland

Um einen Händler zu finden, wählen Sie bitte Ihr Land und Ihre Sprache aus. Sie werden auf die Website Ihres Landes weitergeleitet.

  • International
  • Belgien
  • Deutschland
  • Dänemark
  • Spanien
  • Frankreich
  • Italienisch
  • Niederlande
  • Norwegen
  • Polen
  • Schweden
Eine Zahnärztin motiviert bei der Patientenaufklärung ihre Patientin

Wie Sie Ihre Patienten dabei unterstützen, neue positive Gewohnheiten anzunehmen

Als zahnärztliches Team können Sie Ihren Patienten eine noch so gute Anleitung und Beratung bieten, wenn die Patienten die Ratschläge zu Hause nicht umsetzen und an ihrer Mundpflege etwas ändern wollen, bleibt der Erfolg aus.

 

Die Aufklärung über feste Gewohnheiten und Routinen ist von entscheidender Bedeutung. Wir bezeichnen diese gerne als "Rituale", weil damit eine tiefere, fast heilige Hingabe verbunden ist.

Eines ist klar: Wenn es darum geht, Verhaltensänderungen voranzutreiben, ist das zahnärztliche Team, in der Regel, weitaus erfolgreicher, wenn sie die Rolle des Partners und nicht des Anleiters übernehmen. In diesem Beitrag gehen wir auf einige empfohlene Methoden ein, um eine Partnerschaft mit den Patienten einzugehen und diese auf dem Weg zu einer exzellenten Mundgesundheit zu begleiten.

Warum die richtige Patientenaufklärung wichtig ist

Wissen ist Macht. Nur wenn das gesamte Team in der Lage ist, Informationen und Empfehlungen, auf einfache, überzeugende und einprägsame Weise zu vermitteln, können Patienten ihre Mundgesundheit selbst in die Hand nehmen und bessere Ergebnisse erzielen.

Daher ist es wichtig, Patienten auf folgendes aufmerksam zu machen:

  • Die Vorteile einer effektiven häuslichen Mundpflegeroutine
  • Die Risiken einer unzureichenden häuslichen Mundpflege
  • Die genauen Schritte, die sie unternehmen sollten, um ihre Zähne und ihren Mund optimal zu pflegen 

Bildung ist der Grundstein für eine Verhaltensänderung. Aber Bildung ist nicht etwas, was man auf jeden Patienten auf die gleiche Weise anwenden kann. Es kommt ganz auf den Patienten an, den man vor sich hat. Was sind seine Bedürfnisse und was will er wirklich? Wo steht er gerade, und wo will er hin? Über welche Kenntnisse und Fähigkeiten verfügen er derzeit? Es ist wichtig, seine persönlichen Ziele herauszufinden und diese mit den eigenen abzustimmen.

Vor kurzem veranstaltete SUNSTAR GUM® ein Webinar zu diesem Thema, bei dem die Experten Prof. Dr. Timothy Newton und Dr. Mario Rui Araújo ihre Gedanken zur Unterstützung der Änderung des Mundgesundheitsverhaltens im mittleren Lebensalter teilten:

Während des Gesprächs wurde eine Analyse bei Patienten angesprochen und veranschaulicht. Ein interessantes Ergebnis war, dass mangelnde Motivation durch das zahnärztliche Team als größtes Hindernis für eine wirkungsvolle Verhaltensänderung bei den Patienten genannt wurde. Aber ist das wirklich so?

"Ich glaube, dass die mangelnde Motivation nicht unbedingt ein Problem des Patienten ist. Das Problem ist, dass wir nicht den richtigen Schlüssel finden, um die Motivation zu entschlüsseln", sagte Prof. Newton in seiner Antwort auf die Umfrage. 

Experten spielen eine wichtige Rolle bei zahnärztlichen Eingriffen und bei der konservierenden und prothetischen Zahnheilkunde. Noch wichtiger wäre jedoch, den Patienten bei der vorbeugenden Pflege zu unterstützen, sodass es gar nicht erst zur Behandlung kommt. Dafür wird die Motivation des Patienten unbedingt benötigt. Sie, als zahnärztliches Team, können dabei helfen, diese Motivation zu entfachen. 

Wie sollten Sie Ihre Patienten über die häusliche Pflege aufklären?

Es gibt eine Vielzahl von Ansätzen die verwendet werden. Jeder Zahnarzt und jede Dentalhygienikerin/Prophylaxe Assistentin wird seine/ihre eigenen bevorzugten Methoden haben. Entscheidend ist die Herausforderung, in Bezug auf Informationsspeicherung und Gewohnheitsbildung, zu meistern.

Hier sind ein paar hilfreiche Techniken.

Der Aufbau einer vertrauensvollen Beziehung

Menschen hören auf den Rat von Menschen, denen sie vertrauen. Dies gilt auch für das zahnärztliche Team und den Patienten. Der Aufbau einer vertrauensvollen Beziehung ist entscheidend für die Vermittlung von Informationen und dem Vorantreiben von Maßnahmen.

Behandeln Sie die Dynamik weniger als Lehrer/Schüler, sondern eher als zwei Kollegen, die nach denselben Zielen streben. Der Patient soll nicht das Gefühl bekommen, dass er verpflichtet ist, sich an eine Mundpflegeroutine zu halten, sondern selbst motiviert sein. Geben Sie ihm nicht das Gefühl, dass er verurteilt wird, wenn er der häuslichen Mundpflege nicht ausreichend nachgekommen ist. Geben Sie ihm das Gefühl, dass Sie zusammen feiern werden, wenn positive Erfolge erzielt werden. Das können auch kleine Erfolge und Ziele sein.

Einige Tipps, wie Sie Vertrauen schaffen können:

  • Verfolgen Sie einen gemeinsamen Zielsetzungsansatz, bei dem beide Parteien zusammenarbeiten, um realistische Ziele für die häusliche Pflege zu setzen.
  • Stellen Sie Fragen und erfahren Sie mehr über Ihren Patienten. Gehen Sie auf Herausforderungen und Barrieren ein. Passen Sie dann Ihre Strategie an die spezifischen Umstände an.
  • Sprechen Sie offen über Schwierigkeiten, die Sie selbst in Ihrer Vergangenheit bei der Mundpflege hatten. Teilen Sie Lösungen aus erster Hand.

Verwenden Sie systematische Ansätze zur Gewohnheitsbildung und Verhaltensänderung

Es gibt keinen universell wirksamen Weg, um Verhaltensänderungen und die Bildung von Gewohnheiten zu fördern. Es gibt jedoch eine Vielzahl von Konzepten und Verfahren, die ihre Wurzeln in der Psychologie haben. Viele haben sich bewährt. Wenn Sie erst einmal eine enge Beziehung zu Ihrem Patienten aufgebaut haben und ihn verstehen, sind Sie vielleicht besser in der Lage, die beste Option zu finden.

Wie werden Gewohnheiten gebildet?

Ein beliebtes Modell ist der Health Action Process Approach (HAPA), der " vorschlägt, dass die Annahme, Einleitung und Aufrechterhaltung von Gesundheitsverhalten ausdrücklich als ein Prozess konzipiert werden muss, welches mindestens aus einer Motivations- und einer Willensphase besteht.". Unter dem Link finden Sie eine Fülle von Informationen rund um diese Theorie, die Anfang der 1990er Jahre von Ralf Schwarzer, Professor für Psychologie an der Freien Universität Berlin, entwickelt wurde.

 

Selbstüberwachung ist eine weitere gängige Technik zur Bildung von Gewohnheiten. Dabei überwacht der Patient täglich das Verhalten, welches er ändern möchte, um sich selbst zu erinnern. Eine andere Technik ist das Habit Stacking. Hier kombiniert der Patient die neue Gewohnheit, die er bilden möchte, mit einer bereits stark verwurzelten Gewohnheit (z. B. jede Nacht, vor dem Schlafengehen, ein Glas Wasser trinken).

Dieser Artikel über Gewohnheitsbildung und Verhaltensänderung aus der Oxford Research Encyclopedia of Psychology, bietet viele weitere Techniken und Theorien, die entwickelt und untersucht wurden.

Machen Sie die Mundpflege zu Hause einfach und unterhaltsam

Negative Assoziationen können ein Haupthindernis für die Bildung einer Gewohnheit und deren konsequente Beibehaltung sein. Versuchen Sie daher, alle Vorbehalte oder Abneigungen, die ein Patient gegenüber seiner Mundpflegeroutine haben könnte, zu verstehen und zu beseitigen.

Manche Menschen mögen es nicht, Zahnseide um ihre Finger zu wickeln. In diesem Fall könnten sie beispielsweise Interdentalbürsten empfehlen. Einige können keine Putztechnik durchführen oder finden es zu langweilig. Für sie könnte eine Schallzahnbürste, wie unsere SONIC DAILY Schallzahnbürste, interessant sein.

Die Anpassung der Produkte und Anwendungen an den Einzelnen, ist entscheidend, um den Patienten zu helfen, Rituale zu entwickeln, die sie gerne und mit Begeisterung beibehalten.

Mundgesundheitserziehung: Zusammenarbeiten, Motivieren, Feiern

Eine einfühlsame Betreuung und echtes Engagement für den Erfolg, machen die zahnmedizinische Aufklärung wirkungsvoller und effektiver. Arbeiten Sie partnerschaftlich mit Ihren Patienten zusammen und streben Sie gemeinsame Ziele an. Setzen Sie bewährte Techniken zur Gewohnheitsbildung und Verhaltensänderung ein. Passen Sie Ihre Empfehlungen an die spezifischen Präferenzen Ihrer Patienten an.

Mit diesen Schritten kann das zahnärztliche Team – mit den Worten von Prof. Newton - den richtigen Schlüssel finden, um die Motivation Ihrer Patienten zu entschlüsseln.