März 16, 2022 - Min LesedauerMin Lesedauer

Erfolgreiche kieferorthopädische Prophylaxe und Frühbehandlung - so funktioniert es

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Prophylaxe ist im medizinischen Bereich von großer Wichtigkeit und spielt gerade in der Kieferorthopädie eine bedeutende Rolle. An vielen Stellen muss hier die Sensibilität allerdings noch geschärft und die Notwendigkeit zur Frühbehandlung besser kommuniziert werden – den Patientinnen und Patienten gegenüber, aber auch unter den zuständigen Fachleuten. Dieser Artikel liefert wertvolle Tipps, wie vorbeugende Maßnahmen und Frühbehandlungen effektiver durchgeführt werden können.

Rolle einer engen interdisziplinäre Zusammenarbeit bei der KFO Prophylaxe

Ausschlaggebend ist eine enge interdisziplinäre Zusammenarbeit zwischen Fachzahnärzten für Kieferorthopädie, Zahnärzten und Kinderärzten, aber auch der Austausch mit weiteren Fachdisziplinen wie Logopädie, HNO, Orthopädie oder Gynäkologie und Geburtshilfe (s. Kieferorthopädische Prophylaxe im Kindesalter: Zahlen, Ursachen und Therapieansätze).

 

Vielleicht kennen Sie das: Gerade in der Kommunikation zwischen Haus-Zahnarzt und Kieferorthopäde verlässt sich oft der eine auf den anderen, worunter die kieferorthopädische Prophylaxe leidet. Stattdessen sollte ein intensiver Austausch zwischen Haus-Zahnarzt und Kieferorthopäde stattfinden, um gemeinsam zum Wohl der Patientinnen und Patienten zu arbeiten. Hierbei muss natürlich klar kommuniziert werden, welche Praxis für welches Behandlungsgebiet Ansprechpartner ist – sowohl untereinander als auch zu den Patienten. Es könnten zum Beispiel unterschiedliche Prophylaxetherapien auch unterschiedlich benannt werden: Der Zahnarzt macht die Individualprophylaxe und der Kieferorthopäde die spezielle KFO-Prophylaxe. So werden Missverständnisse vermieden und die Prophylaxe erfolgreich umgesetzt.

Kieferorthopädisches Screening

Daneben ist ein frühes und regelmäßiges Screening und eine rechtzeitige Überweisung an den Facharzt für Kieferorthopädie unerlässlich. Dabei sollten nicht nur eventuelle kariöse Läsionen untersucht werden, sondern auch beispielsweise durch Zubeißen der Zusammenbiss kontrolliert werden. Ab dem Alter von 3 – 4 Jahren sollte jedes Kind einmal jährlich beim Kieferorthopäden vorgestellt werden[1]. Die Notwendigkeit einer KFO-Prophylaxe muss den Patienten bzw. den Erziehungsberechtigten erklärt werden – am besten mit visuellen Hilfsmitteln, um das Verständnis zu verstärken.

Ein wertvolles Hilfsmittel zum Kieferorthopädischen-Screening ist der „Leitfaden zur kinderärztlich-kieferorthopädischen Untersuchung“ zusammen mit den dazugehörigen Untersuchungsbögen im Alter von 3, 5 und 7 Jahren, welcher vom Berufsverband der Deutschen Kieferorthopäden (BDK) zur Verfügung gestellt wird.


[1] https://www.zmk-aktuell.de/fachgebiete/kinderzahnheilkunde/story/kieferorthopaedische-prophylaxe-und-fruehbehandlung--teil-1__382.html

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